Das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement der Stadt Zürich (TED) hat eine detaillierte Stellungnahme zu den Argumenten gegen den Hochseekran auf dieser Website an die FDP 1 übermittelt.
Es ist uns ein Anliegen, dass sich jedermann aufgrund von objektiven Fakten seine Meinung zum geplanten Hochseekran machen kann. Deshalb herzlichen Dank an Herrn Marzolini vom TED für seine rasche und ausführliche Stellungnahme. Selbstverständlich haben wir fehlerhafte Angaben sofort korrigiert und kritische Bemerkungen des TED bei den entsprechenden Argumenten verlinkt.
Die FDP 1 will Fakten sprechen lassen und veröffentlicht daher an dieser Stelle
Stellungnahme des TED vom 10. März
Die aufgrund der Stellungnahme veränderten kleinen Abschnitte der Website sind nachstehend aufgeführt, um grösstmögliche Transparenz zu schaffen:
Originaltext auf der Homepage: "Hochseekran statt Freiluft-Lounges? So nicht! (...) Weshalb sollen Strassencafés im Sommer einem Baukran weichen?"
Bemerkung des TED: "Es muss keine Lounge und kein einziges Cafétischchen weichen. Der Kran kommt auf den leeren Teil der Terrasse zu liegen, ausserdem kann man höchstwahrscheinlich sogar den Raum unter dem Kran nutzen."
Originaltext auf der Homepage: "Der Kampf beginnt von Neuem. Eine Internet-Bewegung hat Zürich die Freiluft-Lounges zurückgebracht (...)"
Bemerkung des TED: "Das 'Lounge-Verbot' hat es nie gegeben. Es ging um die Erarbeitung von Spielregeln, die dann schliesslich im besten Einvernehmen mit sämtlichen Gastroverbänden - am Schluss gab es eine gemeinsame Medienkonferenz - vonstatten ging. Mit einer 'Internet-Bewegung' hatte die Tatsache, dass wir Spielregeln für Lounges aufstellten, nichts zu tun.
Stellungnahme der FDP1/hochseekran.ch:
Es freut uns zu hören, dass auch beim Rathauscafé der Café-/Loungebetrieb neben dem Kran weitergeführt werden kann. Wir haben die entsprechend anderslautenden Hinweise natürlich sofort korrigiert. Auch wenn sich uns die kulturellen Freuden, in unmittelbarster Nähe zu einem Hochseekran im Grand Café oder Rathauscafé seinen Espresso zu geniessen, nicht erschliessen, wollen wir keine neue Lounge-Debatte eröffnen, sondern mit objektiven Fakten zum geplanten 600'000 Fr.-Hochseekran informieren.
Für Leser, die die Hintergründe des 'Lounge-Verbotes' dennoch interessieren, hier zwei weiterführende Links:
Medienmitteilung TED vom 26. Juni 2007: Es darf gelounget werden
Internetseite "Züri spinnt - für mehr Lifestyle in Zürich" mit Links zu 20Minuten, Tele Züri, Tages Anzeiger, Schweizer Fernsehen, etc.
Originaltext auf der Homepage: "Sind solche Luxus-Projektausführungen während der schärfsten Finanzkrise seit Jahrzehnten wirklich gerechtfertigt? Wir sagen nein!"
Bemerkung des TED: "Das Projekt ist lange vor der Finanzkrise entstanden".
Stellungnahme der FDP1/hochseekran.ch:
Wir haben die finanziellen Rahmenbedingungen des Hochseekran-Projektes sehr detailliert zusammengestellt. Mag sein, dass das Projekt vor dem eigentlichen Start der Finanzkrise angestossen wurde, die erwähnte Ausstellung erfolgte jedoch im Februar 2009. Auch dürfte die grafische Gestaltung des Studienberichtes durch eine externe Agentur (!) mitten in der Finanzkrise erfolgt sein.
Noch viel entscheidender ist hingegen der Blick nach vorne: von den budgetierten Fr. 600'000 ist der grösste Teil für die Ausführung vorgesehen und kann bei sofortigem Übungsabbruch nach wie vor eingespart werden.
Und genau dies fordern wir mit dieser Petition: Es geht nicht um kleinliche Vergangenheitsbewältigung, sondern den sofortigen Projektstopp, um wertvolle Steuergelder zu sparen!
Originaltext auf der Homepage: "Baulärm und Schiffsgetöse sind Lärm für Anwohner" und "Baulärm für das Aufbauen und den Betrieb eines Hochseekrans und Schiffshörner aus der Ferne (...) - für Anwohner sind diese einfach nur eine Zumutung"
Bemerkung des TED: "Die Aufbauarbeiten für den Kran dauern wenige Tage. Das Schiffshorn dauert 5 Sekunden und ist höchstens einmal in der Woche zu hören!" "Der Kran wird nicht 'in Betrieb' sein."
Stellungnahme der FDP1/hochseekran.ch:
Den irrtümlichen Hinweis, wonach der Kran "in Betrieb" sei, wurde entfernt. Die Präzisierung, wonach das Schiffshorn höchstens einmal die Woche für 5 Sekunden zu hören sei, ist gegenüber den Informationen in Ihrer Medienmitteilung eine Neumeldung, die wir an den entsprechenden Stellen eingefügt haben.
Es erreichen uns besorgte Mails zahlreicher Anwohner über die Lärmproblematik und die Besorgnis bleibt bestehen, dass der Hochseekran mitten in der Altstadt eine zusätzliche Belastung darstellen wird.
Hinzukommt, dass Aufbauarbeiten von "wenigen Tagen", kombiniert mit Abbauarbeiten von nochmals "wenigen Tagen" sehr schnell eine Woche zusätzlicher erheblicher Lärmbelastung bedeuten - für Anwohner ist dies neben vielen weiteren Belastungen in der Altstadt unverständlich.
Dennoch freuen wir uns natürlich, dass immerhin entsprechende Überlegungen angestellt werden.
Homepage: Links unter "Medien"
Bemerkung des TED: "Die Berichterstattung war weit differenzierter, als es diese Auswahl vermuten lässt."
Stellungnahme der FDP1/hochseekran.ch:
Wir haben bereits beim Start von hochseekran.ch 4 Links der grössten Zürcher Medien (Tages Anzeiger, NZZ, Blick und 20 Minuten) aufgelistet. Gerne verlinken wir jeden in Zusammenhang mit dem Hochseekran stehenden Bericht und freuen uns natürlich über entsprechende Hinweise (auch aus dem TED).
Originaltext auf der Homepage: "Die Installation eines Hochseekrans bedingt Transporte durch halb Euopa. Da werden die zum Teil extrem weit gehenden Anstrengungen in Zusammenhang mit Energieeffizienz und Ökologie der Stadt Zürich stark in Frage gestellt - die Energie, die mit viel Geld an einem Ort eingespart wird, verpufft (ebenfalls mit viel Geld) in einem hässlichen Hochseekran an der Limmat."
Bemerkung TED: "Ziel ist es, einen Kran zu finden, der sowieso schon unterwegs ist und nun in Zürich Zwischenstation macht."
Stellungnahme der FDP1/hochseekran.ch:
Wir halten an unseren Bedenken fest, zumal Zürich nicht gerade als Umschlagplatz für ausgediente Hochseekrane bekannt ist.
Ziel ist es auch, sparsam mit Steuergeldern umzugehen, dennoch werden Fr. 600'000.- für einen Hochseekran an der Limmat ausgegeben. Wir haben die entsprechende Zielsetzung aber an entsprechender Stelle vermerkt.
Originaltext auf der Homepage: "Der Frühling naht und mit ihm kehren all die Flanierausflüge am Limmatquai und entspanntes Loungen z.B. beim Rathauscafé zurück. Doch geht es nach der Stadtregierung, soll damit bereits 2010 Schluss sein und stattdessen ein hässlicher Kran installiert werden."
Bemerkung des TED: "Der Kran wird voraussichtlich erst 2011 installiert."
Stellungnahme der FDP1/hochseekran.ch:
Da der ironische Unterton dieser Frühlingsnewsmeldung, nota bene illustriert mit einem Hochseekran-Symbol neben einem "Böög", der Stadtverwaltung in einer ersten Reaktion entgangen zu sein scheint und um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, haben wir den entsprechenden Absatz bereits am 6. März entfernt.
Es erreichen uns aber unzählige Mails, die einen Hochseekran als störend in der Kulisse des Limmatquais empfinden. Diese Meinung teilen wir, auch wenn uns der Espressogenuss auch neben oder unter dem Hochseekrangerüst nach wie vor gegönnt sein wird.